Trance

Trance

Trance ist kein übernatürliches Phänomen für therapeutische Arbeit, sondern ein ganz alltäglicher Vorgang, den jeder ständig erlebt. Jede Art von Tagtraum ist eine Trance. Wir nutzen die Trance in der Therapie mit uns selbst und unseren Klienten um unser und ihr autonomes Nervensystem, indirekt über Repräsentationen, anzusprechen. Jedes mal, wenn wir uns auf eine Reise in unsere Repräsentationssysteme VAKOG begeben, erhalten wir eine Minihynosesitzung. In der Trance fühlt sich die Person wohl und entspannt und kann besser lernen.

Andreas u. Andreas dazu:

„Das autonome Nervensystem ist ein einfacheres System, das unmittelbar auf Ereignisse reagiert. Das sympathische System regt Euch zu “Kampf oder Flucht” an oder zu anderem Reaktionsverhalten. Ihm wird entgegengewirkt durch das parasympathische System, das Euch in einen Zustand niedrigerer Erregung oder der Entspannung zurückbringt. Das autonome System steht nicht unter direkter bewusster Kontrolle. Wenn Ihr zu Eurem Körper sagt: “Entspanne Dich” oder “Werde aufgeregt”, erhaltet Ihr eine geringere Reaktion, als wenn Ihr sagt: “Hebe Deinen Arm.” Ihr könnt die autonome Reaktion beeinflussen, aber Ihr müsst es indirekt machen, indem Ihr eine interne Repräsentation einer Situation erzeugt, die auf natürliche Art diejenige Reaktion hervorrufen würde, die Ihr wollt. Wenn Ihr Euch lebhaft vorstellen wollt, in eine halbe frische Zitrone zu beißen – die frische, gelbe Schale und die glitzernden Schnitze, den Geruch und sauren Duft, während Ihr die Zitrone gegen eure Lippen gepresst fühlt, und Ihr fühlt und hört das Geräusch Eurer Zähne, die sich in sie versenken – wird das eine starke Reaktion ergeben.

Im Gegensatz dazu wird es normalerweise bestenfalls eine kleine Reaktion her-vorrufen, Eurem Mund einfach zu sagen, er solle feucht werden. Manchmal wird das sogar eine entgegengesetzte Reaktion ergeben, weil die bewusste Absicht, dabei die Reaktion zu erhalten, sie in Wirklichkeit verhindert. “Lampenfieber” ist ein gutes Beispiel dafür – je mehr man versucht, ruhig zu werden, desto schlimmer wird es. Grundsätzlich ist Hypnose ein Prozess, der die Sprache benutzt, um interne Repräsentationen zu erzeugen, die als Folge unbewusste Reaktionen hervorrufen.“

Als Tranceanzeichen kennen wir:

Muskelentspannung

Flache Atmung

Starke Hautdurchblutung

Geschlossenen Augen

Ideomotorische Bewegungen

Tonlose Stimme