Typus 6 – Der Loyale

Typus 6 – Der Loyale

(die paranoide Persönlichkeit)

selbstbejahendliebenswürdigengagiertkonventionellambivalentdefensivunsicherhysterischmasochistisch

Typ 6

Empfindest du Grenzen bei der Arbeit als angenehm?
Mögen dich andere und wollen sie dich manchmal beschützen?
Hast du manchmal Angst, ohne dass andere es bemerken?
Fällt es dir schwer, mit Kritik und Ablehnung richtig umzugehen?
Hast du einen ausgefallenen Sinn für Humor?
Bist du der Meinung, dass Autoritäten auch heute noch berechtigt sind?
Fällt es dir leichter mit Logik als mit Gefühlen umzugehen?
Können andere Menschen sich bedingungslos auf dich verlassen?
Ist dein Gespür für Gefahr besonders ausgeprägt?
Arbeitest du gerne innerhalb von Hierarchien und Strukturen?
Denkst du oft über verschiedene Dinge nach ohne zu handeln?
Sind dir Exzesse unangenehm?
Hast du eine gute Intuition und bist du fähig hinter das Offensichtliche zu blicken?
Neigst du dazu, dir unangenehme Situationen auszudenken und in übertriebener Weise auszumalen?
Gibst du bisweilen widersprüchliche Botschaften ab? Ja statt nein und umgekehrt? ( Z.B.: Du lässt dich auf etwas ein, obwohl du es nicht möchtest?)

Testfragen: Was verpasse ich? Kann ich vertrauen? Worum geht es hier
eigentlich?
Leidenschaft: Angst (vor der Angst)
Idealisierung: Ich bin loyal
Motivation: Sicherheit gewinnen, Misstrauen, Fehler vermeiden
Redestil: Grenzen setzend
Abwehrmechanismus: Projektion
Vermeidung: Abweichendes Verhalten
Stress: Rachsucht
Heile Idee: Vertrauen
Weg: Mut

Grunddynamik

Der Loyale identifiziert sich mit einer Autoritätsfigur, weil es ihm im alltäglichen Leben Sicherheit bietet und er damit seine Angst unterdrücken kann. Teilhaben möchte er gern an der Stärke der Figur, jedoch fehlt ihm das nötige Vertrauen. Das lässt ihn zuweilen aggressiv-passiv sein. Zwei Seelen wohnen, ach, in seiner Brust, ähnlich wie bei Dr. Jekyll und Mister Hyde, weiß man nie im Vorfeld, wie er reagieren wird.
Durch seine Ambivalenz seine Gefühle betreffend, fühlt er sich nie sicher und misstraut seiner Umwelt. Deshalb sind für ihn feste Strukturen bedeutsam. Die Sechser haben Schwierigkeiten zur Handlung zu schreiten und erfolgreiche Abschlüsse zu tätigen. Das Handeln wird bei ihnen durch das Denken ersetzt. Sie unterliegen starken Selbstzweifeln. Sie fürchten Intimität. Menschen zu vertrauen, fällt ihnen schwer.

Sie haben nicht viele Freunde, den wenigen jedoch sind sie treu und die Beziehungen sind oft lang andauernd.

Das Grundprogramm des Loyalen resultiert aus seiner chronischen Unsicherheit und der Vermeidung, nach innen zu gehen. Er überträgt seine Unsicherheit nach außen. Die Angst vor der Angst ist sein ständiges Thema.

Die heile Idee ist das Vertrauen und für den Weg dorthin braucht die Sechs Mut, selbstbewusst aufzutreten und daraus ihre Stärke zu erhalten, damit andere sich darauf verlassen können. Hierfür benötigt er Mut, um nach innen zu gehen. Somit kann sie die Stimme des Selbstzweifels für bestimmte Kontexte besiegen. Und wenn sie den Mut aufbringt, sich mit ihrem Inneren zu beschäftigen, kann sie Verbindung mit ihrer Angst aufnehmen.
Es hilft der Sechs, die Möglichkeit des Assoziierens zur Erweiterung ihrer Wahlmöglichkeit vorzustellen, da sie hauptsächlich dissoziiert agiert.

Desintegration:

Bewegt sich T6 auf T3 zu, kommt er dessen Narzissmus und dessen Streben nach Überlegenheit nahe. Dieses führt T6 zum aggressiven Gefühlsausbruch. Gewalttätigkeit zur Überwindung von Komplexen der Minderwertigkeit ist möglich.

Integration:

Bewegt sich T6 auf T9 zu, gelangt er zu innerer Harmonie und Frieden. Dadurch kann er seine Tendenz zur Abhängigkeit transformieren.

Glaubenssätze:.

Man muss immer auf alles vorbereitet sein. Nähe und Intimität können verletzen. Gefühle zu zeigen, ist gefährlich.

Kommunikationsprinzip:

Ich bin okay, wenn ich Du mir gehorchst; Du bist okay, wenn Du mir gehorchst.

Orientierung:

Mismatchen, weg-von, dissoziiert, Sort nach Informationen, primär auditiv, passiv, emotionaler Denkstil, reden vor handeln.

Kriterium:

Mut

Kindheit:

Positive Identifikation mit dem Vater

NLP-Interventionen:

Z.B.: Identifikation von hinderlichen Glaubenssätzen (z.B.: “Das Leben ist gefährlich“) und durch Reimprinting in einen nützlicheren umwandeln.
Z.B.: Six-Step-Reframing, um die gute Absicht der Selbstzweifel zu erfahren.
Z.B.: Submodalitäten verwenden, um Wahlmöglichkeiten für das Angst-verhalten zu schaffen.