Typus 5 – Der Denker

Typus 5 – Der Denker

(die zurückgezogene Persönlichkeit)

weiseengagiertkundiganalytischversponnenreduktionistischisoliertverzerrtleer/schizoid

Typ 5

Kannst du voraussagen, wie etwas enden wird?
Fällt dir der Kontakt mit deinen inneren Gefühlen schwer?
Misstraust du Autoritäten?
Liebst und sammelst du Bücher?
Bist du gern alleine und fühlst dich in Gesellschaft eher unwohl?
Erlebst du dich oft in der Beobachterposition?
Empfindest du die meisten Menschen als zu dumm, als das sie dich adäquat verstehen könnten?
Verlässt du dich lieber auf dich selbst als auf andere, weil es dir sicherer erscheint?
Kannst du gut rational denken und bist ein analytischer Mensch?
Brauchst du unbedingt deine Privatsphäre?
Kennst du das Gefühl, von der Zuneigung anderer Menschen erdrückt zu werden?
Wirst du manchmal als exzentrisch bezeichnet?
Liebst du das Streben nach Wissen, üben Forschung und Gelehrsamkeit eine besondere Anziehung auf Dich aus?
Verfügst du über eine hervorragende Konzentrationsfähigkeit?
Hast du das Gefühl, erst dann handeln zu können, wenn du alles vorher gründlich überlegt hast?

Testfragen
: Kann ich meine Ruhe haben? Weiß ich genug? Ist es für mich
kontrollierbar?
Leidenschaft: Habsucht (als Ausgleich für die innere Leere)
Idealisierung: Ich weiß
Motivation: Analysieren, beobachten, sammeln, denken
Redestil: abhandelnd
Abwehrmechanismus: Isolation
Vermeidung: Leere
Stress: Aktivismus
Heile Idee: Allwissenheit
Weg: Sich-einlassen

Grunddynamik

Der Denker ist ein logischer, intellektueller, geduldiger und unabhängiger Mensch. Er weiß viel und beschäftigt sich gern mit mentalen Dingen. Ihm ist das Denken angenehmer als das Fühlen. Je stärker seine Vorstellungskraft, desto mehr verliert er den Boden unter seinen Füßen. Der Denker sieht seine gedanklichen Konstrukte oft nicht mehr als Modelle sondern als Realität. Die Beobachtungen, die er macht, dienen lediglich der eigenen Realitätsauffassung. Er kann sich nicht auf die Karten der anderen Menschen einlassen, weil er diesbezüglich nicht ausgebildet ist.
Es macht ihn stolz, unabhängig zu sein. Der Fünfer kann in einer Menschengruppe unsichtbar erscheinen und oft versteckt er sich hinter seiner näselnden Stimme. Er zählt zu den sensibelsten Menschen des Enneagramms.

Das Grundprogramm der Fünf ergibt sich aus der Erfahrung, existentiell leer zu sein und vom realen Leben abgespalten zu sein. Sie fängt an zu analysieren, um diesen Zustand irgendwie ertragen zu können und wiegt sich durch ihre Beobachtungen in einem trügerischen Gefühl der Geborgenheit, die
wiederum jedoch weiteren Rückzug und Sammeln zur Folge hat, um nicht in emotionale Interaktionen involviert zu werden.

Ihre heile Idee ist die Allwissenheit und sich auf das einlassen und zulassen, was er durch Beobachten bereits kennt.
Fünfen entwickeln sich weiter, wenn sie die Diskrepanz zwischen Denken und Fühlen kompensieren. Es kann ihnen helfen, ihre Emotionen zu artikulieren. Proaktiver zu sein, mehr nach außen zu gehen und sich Menschen zuzuwenden, das müssen sie lernen.

Desintegration:

Bewegt sich T5 auf T7 zu, stürzt er von einer Idee, Aktivität in die nächste, ohne eine Ernsthaftigkeit oder Kontinuität in seinem Handeln erkennen zu lassen. Er ist mental unsortiert und stößt sein Umfeld vor den Kopf.

Integration:

Bewegt sich T5 auf T8 zu, kann er lernen, sinnvolles Handeln sich nur auf die kognitive Fähigkeit stützt, sondern auch durch ein liebevolles Einlassen auf sein Umfeld ist ein Einwirken auf die Umwelt möglich. Sobald er teilweise auf seine Emotionen vertrauen kann, erhält er einen objektiveren und schnelleren Überblick für Veränderungsprozesse als andere.

Glaubenssätze:

Wissen und Analysieren gibt Macht
Geist und Denken sind die höchsten Werte
Gefühlen kann man nicht trauen

Kommunikationsprinzip:

Ich bin okay, wenn ich Dich zurückstoße; Du bist okay, wenn ich Dich zurückstoße, bevor Du mich zurückstößt.

Orientierung:

Dissoziiert, Sort nach Informationen, auditiv, passiv, introvertiert, auf sich selbst fokussiert, logisch-visionärer Denkstil

Kriterien:

Wissen und Alleinsein

Kindheit:

Ambivalenter Bezug zu Mutter und Vater

NLP-Interventionen:

Z.B.:Submodalitäten-Prozess, Veränderung von Glaubenssätzen, Reimprinting zur Veränderung von Glaubenssätzen nach deren Identifizierung