Methodische Ansätze der Familienhilfe und Hilfe zur Erziehung (HzE) – NLP Ausbildungsinstitut

Methodische Ansätze der ambulanten Hilfen zur Erziehung

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Grundlage für die Gewährung von Hilfen zur Erziehung ist die Einleitung des Hilfeplanverfahrens (§36).

Alle Vereinbarungen über die Ausgestaltung der Hilfen werden mit den Eltern, ihren Kindern oder dem jungen Volljährigen und dem zuständigen Mitarbeiter des Jugendamtes getroffen.Die Hilfeplanung, wird als ein gemeinsamer Klärungs- und Einschätzungsprozess betrachtet. Fachkräfte und Betroffene orientieren sich dabei nicht an den Defiziten, sondern primär an den Ressourcen der Klienten. Gemeinsam werden Ziele und Überprüfungszeiträume dieser Ziele festgelegt.Nach dem der Bedarf an ambulanten Hilfen zur Erziehung festgestellt wurde, übersendet uns der zuständige Sozialarbeiter/-in des Jugendamtes einen anspruchsbegründeten Bericht sowie erste Personaldaten der Betroffenen. Infolge dessen, ist es uns möglich einen Personalbogen anzulegen. Der nächste Schritt ist die Durchführung eines Hausbesuches, durch eine unserer Fachkräfte gemeinsam mit dem zuständigen Sozialarbeiter/-in. Der Betreuungszeitraum kann stark Variieren, von mindestens sechs Monaten bis zu drei Jahren. In einzelnen Fällen ist eine Betreuung über diesen Zeitraum hinaus möglich. Da die Mitwirkung der Familie für das Gelingen unserer Arbeit unabdingbar ist, steht an erster Stelle unseres Hilfeprozesses die Schaffung einer Vertrauensbasis zu den Familien.  Häufig erfahren die Familien und jungen Volljährigen durch den intensiven Kontakt zu unseren Mitarbeitern erstmals, über einen längeren Zeitraum, Verlässlichkeit und Kontinuität.


Die Kontakte

  • finden hauptsächlich im Lebensraum der Familie statt
  • können einen wöchentlichen Umfang von 3- 15 Fachleistungsstunden aufweisen
  • Gliedern sich in einem Phasenmodell

(Orientierungs-/ Motivationsphase, Intensiv- und Abschlussphase)


Die Orientierungs-/ Motivationsphase beinhaltet z.B.:

  • Die Familie in ihren Besonderheiten zu akzeptieren

  • Pünktlich und verlässlich das gesagte umsetzten

  • Anpassung an die Sprache

  • Die Beachtung der Hierarchie in der Familie

  • Begleitung im lebenspraktischen Bereich

  • Hilfestellung bei der Lösung von aktuellen Problemlagen

Die Intensivphase beinhaltet z.B.:

  • Klärung der familiären Beziehungen und Verbesserung des Zusammenhalts

  • Modellhafte Anleitung und Beratung bei der Erziehung sowie Haushaltsführung

  • Begleitung und Unterstützung bei Kontakten zu Kindergärten, Schulen, Ärzten und Ämtern

  • Aktive Hilfe bei Krisensituationen

  • Isolation der Familien entgegenwirken, durch die Teilnahme an außerfamiliären Aktivitäten

  • Anregung und Förderung von Kommunikation und Kommunikationsstrukturen

  • Begleitung und Anregung von entwicklungsspezifischen Freizeitangeboten für Kinder

Die Abschlussphase :
Sie Beginnt, wenn sich die Familie bzw. der junge Volljährige insgesamt stabiler zeigt und auf ihre/seine Ressourcen zurückgreifen kann um Probleme zu bewältigen.
Wir als Familienhelfer übernehmen in dieser Zeit keine aktive Rolle mehr, sondern stehen der Familie als Ansprechpartner, beratend zur Verfügung.
In der Regel finden Kontakte zu den Familien in dieser Phase ein bis zwei Mal im Monat statt. Mit der Ablösung der Familienhelfer von der Familie wird geprüft, ob die Familie andere Hilfsmöglichkeiten in Anspruch nehmen sollte, oder diese über die Betreuungszeit hinaus, weiter in Anspruch genommen werden sollen.