Anlässe/Diagnosen/Haltung

Therapie Anlässe, Therapeutische Haltung, Umgang mit Diagnosen

 

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Traumatherapie – und Psychotherapie – Anlässe

Auf dieser Seite  finden Sie Anlässe, die Klienten zur Therapie bewegen. Traumatherapie ist besonders gut für Menschen, die Intrusionen (Einbrüche von Traumaerfahrungen in den Alltag) oder Avoidance (Vermeidung, Starre, Depressive Gestimmtheit)  oder Übererregung (Hyperarousal) und evtl. Dissoziationen erleben. Diese Symptome werden meist in Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen gebracht.
Intrusionen sind lebhafte Erinnerungen an traumatische Erlebnisse, die sich aufdrängen in Bildern, Filmen und Albträumen. In der Psychologie nennt man die sich aufdrängenden starken Erinnerungen, bei denen man das Gefühl hat, das „jetzt“ zu erleben Flshbacks. Flashbacks treten manchmal bei Menschen auf ,die Drogenerfahrung gesammelt haben. Sie erleben sich dann wie in einem (meist schlechten) Trip. Dieses Phänomen wird „Echorausch“ genannt. Flashbacks mit Drogenhintergrund heißen heute wissenschaftlich Persisitierende Wahrnehmungsstörungen. Auch Menschen mit Belastungssymptomen (akut oder chronisch) und Depressiven Stimmungen, Heimweh, Epilepsie und Nahtoderfahrungen erleben Flashbacks.
Vermeidung zeigt sich in Zurückgezogenheit. Übererregung ist vergleichbar mit Nervosität und einer inneren Unruhe.
Traumatisierungen erhöhen die Chance sekundär andere psychische Probleme zu bekommen. Dazu gehören Ängste, Süchte, depressive Verstimmungen, Psychosomatische Probleme und vieles mehr.

Therapeutische Haltung

Für eine therapeutische Zusammenarbeit, bedarf es gegenseitigen Vertrauens und eines klaren Auftrages von KlientInnen zu TherapeutInnen. Ein tragfähiges Arbeitsbündis muss etabliert sein, damit auch schwierige Situationen gemeinsam gemeistert werden können. Zu den Besonderheiten während einer Traumatherapie unten mehr.

Alle Menschen sind unterschiedlich. Und alle Menschen sind gleich.

Das „gleich“ bezieht sich darauf, dass alle das Recht haben, gleich behandelt zu werden, dass alle gleiche Rechte und alle den gleichen Respekt verdienen und die Würde des Menschen unantastbar ist.

Das „unterschiedlich“ bezieht sich auf die Einzigartigkeit der Individualität eines jeden Menschenkindes. Jede und jeder haben ein eigenes Schicksal, haben eine eigene Biografie und andere Herausforderungen zu meistern, als alle anderen.

 

Traumatherapeutische Haltung

Wenn Menschen unfassbares Unrecht geschieht, wie das bei Trauma Überlebenden oft der Fall war, dann sind die Grundsätze von Gleichbehandlung und Wahrung der Grenzen der Individualität meistens nicht gewahrt worden. Nur die Achtung vor der Individualität des Menschen hilft, diese Situationen und ihre Folgen zu lindern.

In der Beziehung zwischen Menschen, gibt es viele Spiegelprozesse. Das sind zum Bespiel Pacing, Leading, Rapport,  Projektionen, Übertragungen, Introjekte, uvm. Das gilt in jedem Gespräch, in jeder Familie, in der Beziehung zwischen Opfer und Täter und in jeder therapeutischen Beziehung.

In der traumatherapeutischen Beziehung ist es wichtig Aufträge, Grenzen, Verträge und Standpunkte zu definieren. Als Therapeuten legen wir viel Wert darauf, den Klienten psychoedukativ zu erklären, dass sie normale Reaktionen auf unnormale Verhältnisse entwickelt haben.

 

Umgang mit Diagnosen

Zum Umgang mit psychiatrischen Diagnosen sei gesagt, dass sie wenig individuelle Zuschreibungen sind. Als Beschreibungen können sie Zustände manifestieren oder sogar zementieren. Daher ist es günstig, wenn möglich, nicht so sehr auf Diagnosen zu schauen und sich klar zu machen, dass es günstiger ist, über Ressourcen und Lösungen zu sprechen, als über Krankheit. In Kliniken und Kassenpraxen sind die Behandler für die Abrechnung mit den Krankenkassen gehalten, bestimmte abrechnungsfähige Diagnosen zu stellen. Sonst bekommen sie kein Geld. Da sich meine Praxis an Selbstzahler richtet, können Sie sich den Luxus leisten, auf Zuschreibungen zu verzichten.