Typus 4 – Der Künstler

Typus 4 – Der Künstler (die melancholische Persönlichkeit)

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Typ 4

Fühlst du dich oft missverstanden?
Bezeichnest du dich als besonders sensibel?
Ängstigt es dich, in einer Liebesbeziehung verlassen zu werden?
Ist Stil und Atmosphäre für dich wichtig?
Fühlst du dich häufig melancholisch oder depressiv?
Erscheinen dir andere Menschen glücklicher oder erfolgreicher?
Werfen dir andere manchmal den Hang zur Theatralik vor?
Erkennst du manchmal deine emotionale Distanz zu anderen?
Gibt es Menschen, die dich für launisch halten? Bist du sehr auf dich selbst bezogen?
Analysierst du gerne deine Gefühle und die der anderen?
Gehst du manchmal in Phantasiewelten, die für dich Real-Charakter haben?
Beim nächsten Mal anders machen, gilt das für dich?
Halten dich andere Menschen manchmal für unnahbar?
Ist es dir wichtig, dass dein Aussehen Schönheit und Natürlichkeit wider- spiegelt?

Testfragen: Bekomme ich genug Liebe? Nimmst Du mich wahr? Ist es ästhetisch?
Leidenschaft: Neid (als überkompensierte Ablehnung)
Idealisierung: Ich bin erstklassig
Motivation: Besonders sein, Auffallen, Schwermut und Hochstimmung zeigend
Redestil: wehklagend
Abwehrmechanismus: Introjektion (Aufnahme aller negativen Emotionen aus dem Umfeld)
Vermeidung: Verlorenheitsgefühl
Stress: Abhängigkeit
Heile Idee: Ursprung
Weg: Ausgeglichenheit

Grunddynamik

Der Künstler besitzt einen starken Hang zum Kreativen, Künstlerischen sowie Romantischen. Er ästhetisiert seine Emotionen, weil er sich seines inneren Wertes betreffend unsicher fühlt und darum beneidet er die anderen. Man bezeichnet ihn auch als den König der Dramen des Lebens. Die Vier ist sehr emotional und kann ihre Emotionen gut dramatisieren, oft ist sie jedoch einsam und auf der endlosen Suche nach dem Schönen und – sehnsuchtzehrend. Sie mag es, Gewöhnlichkeit zu vermeiden und sucht Aufmerksamkeit um jeden Preis. Sie bewegt sich um sich selbst und zeigt narzisstische Züge. Ihre Neigung zur Depression, zum Leiden bezieht sich oft auf verpasste Gelegenheiten und dient auch der Selbstkritik. Der Künstler ist auf seine dunklen Seiten fixiert. Er weist eher andere zurück, bevor er selbst dieses Schicksal erleiden muss.

Das Grundprogramm der Vier basiert auf der frühen Erfahrung von Verlust, Verlassensein, Frustation und Versagen. Sie verachtet sich selbst dafür, nichts Besonderes zu sein. Daraus entspringt das Bedürfnis etwas Erhebendes darzustellen.

Sie glaubt, nur durch die Besonderheit anerkannt und geliebt zu werden. Jemand, der sie liebt, den stößt sie jedoch zurück, denn wer sie liebt, die nichts wert ist, taugt selber nichts.

Durch ihre Besonderheit jedoch entfernt sie sich immer mehr von den anderen. Ausgeglichenheit zu erlangen und sich selbst zu akzeptieren ohne die exzentrische Erwartung, dieses von außen zu erhalten, das ist ihr Weg.
Sie sollte proaktiver auf Dinge zu bewegen, die Gegenwart annehmen und die äußere Realität mehr wahrnehmen. Die Neidgefühle können zur Motivation für den eigenen Lernprozess umgewandelt werden.

Desintegration:

Bewegt sich T4 auf T2 zu, ist er auf der Suche nach jemanden, der ihn liebt. Jemand der ihm hilft, sich selbst wieder näher zu kommen. Diese daraus resultierende Abhängigkeit erinnert ihn jedoch immer wieder an das, was er eigentlich sucht, deshalb verachtet er sich selbst und entwickelt eine aggressive Haltung dem anderen gegenüber.

Integration:

Bewegt sich T4 auf T1 zu, kann er lernen, sich an Strukturen, Werten und Normen zu halten. Dadurch kann er seine Emotionen objektiv betrachten und somit seinen eigenen Wert erfahren.

Glaubenssätze:

Es gibt immer noch etwas Besseres. Immer bekommen die anderen, was ich will. Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden.

Kommunikationsprinzip:

Ich bin okay, wenn ich Schmerz empfinde; du bist okay, wenn Du Schmerz empfindest.

Orientierung:

Mismatchen, selbstbezogen, weg-von, In Time, passiv, vergangenheitsorientiert, kinästhetisch, emotionaler Denkstil, Modaloperator: “Hätte sein sollen“.

Kriterien:

Einzigartig und authentisch sein

Kindheit:

Negativer Bezug auf Mutter und Vater, Gefühl von Zurückweisung

NLP-Interventionen:

Z.B.: Change History zur Umwandlung von schmerzhaften Erinnerungen in Ressourcen, da die schmerzvollen Erinnerungen ihr ganzes Sein trüben.
Z.B.: Reimprinting zur Veränderung von Glaubenssätzen.
Z.B.: Six-Step-Reframing mit dem Teil, der dafür verantwortlich ist, etwas Besonderes sein zu wollen.