Ego State Therapie

EGO STATE THERAPIE

Die EGO-STATE-THERAPIE wurde etwa 1980 von den beiden US-Amerikanern John und Helen Watkins als psychotherapeutische Methode entwickelt.

EGO-STATE-MODELL

Das EGO-STATE-MODELL dient als Erklärungsmodell für den Entwicklungsprozess der Persönlichkeit eines Menschen. Im Laufe seiner geistigen, psychischen und körperlichen Entwicklung entstehen automatisch einzelne, miteinander und auch gegeneinander arbeitenden ICH-Zustände. Die meisten EGO-STATES entstehen im Kindesalter und sind mehr oder weniger bewusst.

GESUNDER, SITUATIONSANGEMESSENER EGO-STATE

Ein Kind imitiert das Verhalten seiner Umwelt und passt sich an, um zu überleben, seine Bedürfnisse zu erfüllen und zu lernen. Es beobachtet unbewusst sehr aufmerksam dessen Reaktionen und passt sein Handeln entsprechend an. Aus dieser Wechselbeziehung einstehen gesunde Ich-Zustände (EGO-STATES). Man könnte sie als verinnerlichte Lösungsstrategien bzw. Rollen bezeichnen wie z.B. „die gute Schülerin“, „der Zuverlässige“ usw., die sich als erfolgreich herausgestellt haben und daher wiederholt werden.

Diese EGO-STATES oder auch Ich-Zustände wird bei Eric Berne gut beschrieben. Sie sind untereinander recht gut abgegrenzt, situationsangemessen und in die Persönlichkeit integriert.

UNGESUNDE INTEGRIERTE ICH-ZUSTÄNDE

Darüber hinaus gibt es Anteile die nicht situationsangemessen und zielführend, also ungesund sind. Sie sind jedoch bewusst zugänglich und integriert und hatten zum Entstehungszeitpunkt ihren Sinn.

Für den aktuellen Alltag eines Menschen sind sie als Verhaltens- und Gefühlszustandsmuster jedoch nicht mehr angemessen. Eine Änderung ist ggf. mit Begleitung möglich, macht aber die Arbeit mit den eigenen Widerständen notwendig. Diese haben die Aufgabe, bisher bewährte Verhaltensmuster zu schützen. Dies gilt es zunächst anzuerkennen. In einem weiteren Schritt kann man situations-angemessenere Handlungsweisen zu entwickeln.

DYSFUNKTIONALER, ABGESPALTENER EGO-STATE

Ein nicht gesunder, traumatisierter Mensch trägt Grundkonflikte in sich, die ihn in einem bestimmten Zustand festhalten. Die traumatische Situation wird als so verletzend und gefühlsmäßig belastend und überwältigend empfunden, dass sie für den Betroffenen nicht ausgehalten werden kann und abgespalten wird.

Paradoxer Weise werden unbewusst ähnliche Situationen im Leben des Betroffenen jedoch immer wieder herbeigeführt. Es ist für die betroffene Person weniger schmerzhaft das alte Leiden immer wieder zu erleben, als neue Verhaltensweisen zu wagen. Gleichzeitig wird das alte „Setting“ immer wieder unbewusst gesucht mit dem Wunsch, das alte Trauma zu heilen.

Dem Betroffenen sind diese Abläufe also nicht mehr präsent und auch rein über den verstandesmäßigen Zugang nicht änderbar. Es ist darauf angelegt, potentiell lebenslang zu bestehen. Er handelt wie eine eigene Persönlichkeit mit eigenem Wertesystem, Gefühlen und Gedanken. Hierbei bedarf es oft Hilfe von außen.

COACHINGSPROZESS UND THERAPIE

Diese Ich-Zustände sind im Coaching oder einer Therapie gut zu bearbeiten. Hauptziel eines Veränderungsprozesses ist es, den Stress und die innere Anspannung im inneren System zu verringern. Der Mensch soll in der Lage sein, für sich ein erfülltes Leben zu schaffen.

Dies kann mit und ohne Unterstützung von Hypnose im Rahmen der EGO-STATE THERAPIE
erarbeitet werden.

Was immer Du tun kannst
oder erträumst
tun zu können,
beginne es.
Kühnheit besitzt Genie, Macht,
und magische Kraft.
Beginne es jetzt.

Johann Wolfgang v. Goethe

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